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| medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) | |
Was bedeutet MPU?MPU ist die Abkürzung für medizinisch-psychologische Untersuchung. Die meisten Leute kennen die MPU allerdings eher unter dem umgangssprachlichen Wort "Idiotentest". Eine MPU dient zur Klärung der Frage, ob beim entsprechenden Kandidat die Eignung zur Führung eines Kraftfahrzeugs besteht. Wann wird eine MPU angeordnet?Eine MPU kann angeordnet werden, wenn Zweifel an der Eignung zum Fahren eines Kraftfahrzeuges bestehen. Der Test wird von der Fahrerlaubnisbehörde in Auftrag gegeben. Folgende Anlässe sind die Hauptursachen für die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung: Zu viel Genuss von Alkohol am Steuer. Beim Überschreiten der Promillegrenze von 1,6 wird sofort der Führerschein entzogen und eine MPU gemäß § 13 Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) angeordnet. Dies kann auch geschehen, wenn ein Kraftfahrer wiederholt mit überhöhten Promillewerten im Straßenverkehr aufgefallen ist. Andere Drogen. Sollte ein Kraftfahrer unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr auffallen oder liegen der Fahrerlaubnisbehörde Hinweise vor, dass der Kraftfahrer Drogen konsumiert, kann eine MPU angeordnet werden. Mehr als 18 Punkte. Beim Überschreiten von 18 Punkten beim Verkehrszentralregister in Flensburg wird eine MPU zur Pflicht, ansonsten bleibt der Führerschein eingezogen.
Gesetzwidriges Verhalten. Auch das wiederholte Auffallen durch Straftaten, die auf eine hohe Aggressivität schließen lassen, kann zu einer MPU führen. Wie läuft eine MPU ab?Was im einzelnen Fall bei einer MPU untersucht wird, hängt von der Ausgangsposition des Kandidaten ab. Allgemein gliedert sich die MPU in zwei Bereiche: den medizinischen und den psychologischen Teil. Im Normalfall dauert eine MPU mehrere Stunden, es empfiehlt sich daher, viel Zeit mitzubringen. Im medizinischen Teil der MPU wird der zu Untersuchende auf verkehrsrelevante medizinische Erkrankungen und Drogenkonsum überprüft. Dies beinhaltet ein Gespräch mit dem Arzt über die medizinische Vorgeschichte und einige Untersuchungen, wie Blutabnahme, Urinprobe, etc. Es werden der Bewegungsapparat, das Nervensystem, die Reaktionsfähigkeit und die Belastbarkeit des Betroffenen getestet. Im psychologischen Teil wird über das frühere Fehlverhalten gesprochen, sowie der Lebenslauf des Betroffenen, seine familiären Umstände, Beruf, etc. erörtert. Es werden die Ursachen und Hintergründe des Fehlverhaltens besprochen. Vom Kandidaten werden Einsicht und Gedanken über eine Vermeidung dieses Fehlverhaltens in der Zukunft erwartet. Normalerweise muss der zu Untersuchende seit mindestens 6 Monaten ein stabiles Verhalten nachweisen (sprich nicht auffällig geworden sein).
Wie hoch ist die Bestehensquote bei einer MPU?Allgemeine Aussagen wie z.B. "beim ersten Mal fallen 75% durch" sind unverlässlich. Der Bundesverband Niedergelassener Verkehrspsychologen veröffentlicht aktuelle Statistiken zu den Quoten. Die häufigsten Untersuchungsteilnehmer bilden die Gruppe der "Alkoholfragestellungen". Statistik unter http://www.bnv.de/Vor_MPU/statisti.htm. Wie viel kostet eine MPU?Die Kosten sind von Fall zu Fall unterschiedlich. Dies hängt von den Untersuchungen ab, die je nach Fall unterschiedlich sind. Im Normalfall bewegt sich der Preis für eine medizinisch-psychologische Untersuchung zwischen 500-800 Euro. Wie kann man sich auf eine MPU vorbereiten?Zur Vorbereitung auf eine MPU bieten zahlreich private Anbieter Vorbereitungskurse an. Außerdem gibt es einiges an Literatur zu dem Thema. Die Kosten für Kurse und Bücher müssen vom Betroffenen selbst getragen werden. Quellenangabe:
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